... Fußabdrücke am anderen Ende dieser Welt hinterlassen....


Dienstag, 10. Januar 2012

Off to the Great Ocean Road....

Weil Steffi sich abends leider etwas kränkelte, habe ich den Sonntagabend entspannt mit Ian in einer süßen kleinen Bar mit Crèpes und Erdbeercocktails verbracht und falle gegen 3 Uhr müde ins Bett.
Am nächsten Morgen wird alles zusammengeräumt uns schon kann unser Trip zur Great Ocean Road losgehen. Ian haben wir spontan mit eingepackt, schließlich haben wir ja seit einigen Wochen jetzt ein Gästebett frei... ;)
Nach einiger Zeit erreichen wir endlich die Küste. Unfassbare und atemberaubende Einblicke in den rauschenden und brausenden Ozean können wir schon während der Fahrt entlang der Küste erhaschen. Und dann durchfahren wir endlich das Tor zu dem wohl schönsten Ausblick Australiens. 
Den Wind hören wir schon an unserem Camper vorbeipfeiffen und ich muss das Lenkrad gut festhalten, um nicht auf die andere Straßenseite gedrängt zu werden. Links von uns tosende Wellen und weiße rauschende Gischt. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. 
 Total durchgepustet und halb erfroren machen wir uns auf zurück in den Camper, um uns einen Schlafplatz zu suchen. Nach einem leckeren griechischen Essen kaufen wir noch ein paar Flaschen Wein und machen uns zurück auf den Weg zu den "12 Apostels", um den Sonnenuntergang zu sehen. Leider ist es etwas bewölkt, trotzdem ist es schön, die Felsformationen nochmal in einem anderen Licht zu sehen. Es ist unfassbar kalt und so verschanzen wir uns zwischendurch immer wieder hinter einer kleinen Mauer.
Als die Sonne untergegangen ist, genießen wir noch den Anblick des riesigen aufgehenden Mondes und fahren dann zurück zu unserem Stellplatz um den Abend mit Wein, Yatzee und zahlreichen Lackkicks zu beenden. Ian spielt uns noch etwas auf seiner Gitarre vor uns dann fallen wir totmüde in unsere Betten.
 Am nächsten Morgen schlafen wir entspannt aus, weil wir schon den Regen an unsere Scheiben prasseln hören. Um halb 11 scheint sich die Lage etwas zu beruhigen und wir packen zusammen und machen uns auf zum nächsten "Scenic Lookout".
"The Arc" und die "London Bridge" sind leider bei unser Ankunft noch in Wolken gehüllt, aber nach uns nach kämpft sich die Sonne durch und wir bekommen einen unfassbaren Ausblick auf die rauschenden weißen Wellen, die um die Steinformationen schlagen. Das Wind pfeifft fast genauso stark wie gestern und wir sind froh um unsere warem Fleecepullis.
Als es wieder anfängt zu regnen hüpfen wir wieder in unseren Camper und machen uns auf den Heimweg zurück nach Melbourne, da Ian heute Abend ein Rehearsal hat. Wir genießen den Ausblick und halten immer wieder an, um diese ständig wechselnden Buchten und Steilhänge irgendwie mit unseren Kameras festhalten zu können.
Gegen halb 7 erreichen wir wieder Melbourne. Steffi und ich packen gleich unsere Schwimmsachen und laufen das kurze Stück zum Schwimmbad, um noch einige Bahnen zu ziehen und dann im Whirlpool zu entspannen.
Frisch geduscht und glücklich sitzen wir nun im Camper. Gleich geht es zum DVD gucken ins Haus und morgen auf zur Peninsula. Wenn das Wetter gut wird warten dort heiße Quellen und nachts ein klarer glänzender Sternenhimmel auf uns, den wir dann aus dem dampfenden Wasser genießen können. ;)

Nicest place in Australia




























Sonntag, 8. Januar 2012

Melbourne... BBQs, Bars, Shops und Co.

Die letzten Tage haben wir weiterhin in Melbourne verbracht. Man gewöhnt sich ja bekanntlich an alles... :D Mal abgsehen von dem zerfallenen Haus...
Ian kümmert er sich rührend um uns und so haben wir die ganze Zeit ordentlich Spaß gehabt.

Tagsüber verbringen wir Zeit in der Innenstadt beim Souvenir- Shopping, schlendern durch Szenestraßen und  sitzen in gemütlichen Cafés. Abends haben wir lustige BBQ's und hängen in kleinen Bars ab.

Vorgestern abends haben wir den Abend im Garten des Hauses von Alenas Freund verbracht. Steffi kennt Alena über Freunde. Sie ist vor ca 3 Jahren wegen ihrer Beziehung nach Australien ausgewandert.
So verbringen wir einen super lustigen Abend mit "echten" Australiern und haben unser erstes australisches BBQ. Ian haben wir kurzerhand mit eingepackt... Nach ein paar Wein und einem leckeren Essen, machen wir uns auf durch mehrere kleine Bars des Viertels zu ziehen. Auf dem nach Hauseweg werden wir von ein paar verrückten Teenagern mit Eiern beworfen und Steffi bekommt prompt eins ab. Wenigstens keine Verletzten, wenn auch ein total versautes Outfit. Bekloppte Leute gibt es wohl überall auf der Welt...

Gestern Abend werden wir von Alena zu einem leckeren BBQ in ihr süßes Häuschen eingeladen, was sie sich mit ihren Freundinnen in einem Stadtteil von Melbourne teilt. Wir sitzen nett zusammen und quatschen und Steffi und ich genießen eine saubere und ordentliche Umgebung. Ja, jetzt lernt man mal das eigene zu Hause wirklich mal zu schätzen.... ;)

Als wir gegen 11 Uhr in unseren Camper krabbeln klopft es noch einmal an der Tür. Ian lädt uns zum Filme gucken in sein Zimmer ein. Kung Fu Panda 2! Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und so lassen wir den Abend ausklingen. Highlight für mich ist Ian's süßer Kater, den ich den ganzen Abend schnurreln darf. :)

Heute Morgen waren wir in einem Kloster frühstücken. Bezahlt wird soviel man gegen möchte und kann. Ich hatte ein super leckeres Müsli und Steffi Pancakes... mhhhh... Danach sind wir noch durch die total spannenden und lustigen Geschäfte der Brunswick Street gebummelt in denen Künstler und Alternative ihre Geschäfte haben. 
Seit Nachmittag sind wir wieder bei Ian angekommen, haben in unserem Camper entspannt und ich bin einige Bahnen im anliegenden Freibad geschwommen. Ich vermisse den Sport so sehr, dass ich nach einer Stunde schwimmen völlig geschafft aber glücklich wieder am Camper ankomme. Sport macht süchtig, ich muss mir wirklich überlegen wie ich das wieder regelmäßig auf der Reise hinbekomme. :D

Jetzt ist es mittlerweile schon 7. Gleich machen wir noch einen DVD Abend und morgen geht es weiter auf die Great Ocean Road, einer der letzten Abschnitte bis zu unserer Weiterreise nach Fiji.

Wir lieben Australien, wer diese Natureindrücke noch nicht gesehen hat, muss sie sich einfach noch ansehen. Diese wunderschöne Natur und diese Tierwelt sind einfach nicht in Worte zu fassen. Ob Regenwald, weite weiße Strände, überwältigende Nationalparks, unfassbar süße Tiere, menschenleere Buchten, rauschende Wellen an den Küsten oder das weite rote Outback..... hier gibt es so viel zu sehen. Immer wieder sind wir ins staunen gekommen... bis zur unserem Abflug nach Fiji sind es jetzt noch 16 Tage.

Trotzdem müssen aber jetzt schon zugeben, dass wir Städte mit richtigem Flair sehr vermissen, besonders wenn sie an der Küste sind. Wer schon einmal durch die Toscana gereist, in der Provence Urlaub gemacht oder durch die urlalten wunderschönen Städte anderer euopäischer Länder geschlendert ist, kann dieses Gefühl vielleicht verstehen.
Für mich ist Australien ein Land zum reisen geworden. Das einen durch seine Vielfalt überwältigt, aber in den Städten und Örtchen leider selten zum langen verweilen einlädt. Schade, dass wir nicht auch noch Zeit für die Westküste haben, denn diese hat sich mir von einer ganz Anderen Seite gezeigt... vielleicht auch Dank Mechthild und Fred... da muss ich wohl nochmal wiederkommen ....;D 

Wie gut, dass wir unseren Camper haben und einfach weiterziehen, um dieses unfassbar schöne Land als Traveller zu genießen... 

"Stripped of your ordinary surroundings, your friends, your daily routines, your refrigerator full of food, your closet full of clothes - with all this taken away, you are forced into direct experience. Such direct experience inevitably makes you aware of who it is that is having the experience. That's not always comfortable, but it is always invigorating."
Michael Crichton






Donnerstag, 5. Januar 2012

Melbourne

Immer noch gut verkatert machen wir uns gegen Mittag mit Ian auf den Weg in Melbournes Innenstadt. Dort buchen wir endlich mal unsere Fijiunterkünfte und machen uns dann zusammen auf den Weg in den Botanischen Garten. 
Dort werden wir von Ian mit einem leckeren Lunch überrascht, Oliven, getrocknete Tomaten, Fetakäse, Auberginencrème, Roastbeef und frische Brötchen. Mhhh... wir genießen die Sonne und den Blick auf den kleinen See auf dem sich Enten und schwarze Schwäne tummeln und süße Schildkröten schwimmen. Wir unterhalten uns total nett und machen uns dann auf in die Innenstadt. Ian erklärt uns noch den Weg zurück zu seinem "Haus" und Steffi und ich bummeln noch nett bis abends durch die Straßen und genießen im Sonnenschein den Blick auf die Innenstadt und die vielen umherlaufenden Menschen. 

Nun liegen wir in unserem Camper und hole heute sicherlich etwas Schlaf nach.... :D Hoffentlich kann ich mich aufraffen noch etwas für meinen Tauchschein zu lesen... ;)








 

Welcome to Melbourne

Wie geplant und dank der tollen Kartenleitung von Steffi, erreichen wir pünktlich um 18 Uhr Ian's Häuschen in Melbourne.Wir werden freudig und sehr gastfreundlich begrüßt und fühlen uns gleich total willkommen. In dem Haus wohnen 5 Jungs, die eine kleine Musiker- WG haben.

So viel zum positiven Teil. :D Ja es ist das Haus was schon von Außen einer Bruchbude gleicht. Keine richtigen Fenster, ein riesiges Loch in der Haustür. Und dabei sehen die anderen drumherum so nett aus. Leider zieht sich dies durch die ganze Wohnung weiter. Chaos, Schimmel, Dreck, Müll, alles türmt sich in jedem Zimmer. Der einzige Unterschied liegt in den verschiedenen Zimmern der Jungs, denn wir haben wirklich noch Glück das Ians Zimmer, in dem wir schlafen sollen, das sauberste und mit Abstand ordentlichste ist. Hier will man sonst weder was anfassen noch sich außerhalb des frisch bezogenen Bettes hinsetzen. Hinzu kommt, dass sich alle dem "Tüten-Konsum" verschrieben haben und das Haus geruchstechnisch eher einer Kneipe als einer Wohnung gleicht... UNFASSBAR.
Wir versuchen uns nichts anmerken zu lassen und trinken uns erstmal eine ordentliche Tasse Wein, um den ersten Schock zu überwinden. Ian ist sehr nett und die Jungs super lustig, wir haben wirklich nette Gespräche und fallen irgendwann spät in der Nacht ins Bett. Es war wirklich schön mal wieder vernünftige Gespräche zu führen, nachdem die ganzen Backpacker sich eigentlich immer nur das gleiche zu erzählen haben und die Unterhaltungen ziemlich oberflächlich bleiben.

Morgens aufgewacht fühlt es sich an, als hätten wir in einer Kneipe geschlafen. Die nächste Nacht verbringen wir definitiv wieder im Camper und werden die Gastfreundschaft nun eher von Außen genießen. :D Schön war allerdings der nächtliche Besuch von Ians Kater, ich vermisse meinen Janosch immer mehr.

Nun sitzen wir in unserem Camper und werden uns gleich mit Ian auf in die Innenstadt machen bummeln, shoppen, Sightseeing. :)

Last day's impressions

HAPPY NEW YEAR






SPA BEREICH
MALLACOOTA

PHILLIP ISLAND

NINENTY MILE BEACH

HAPPY EASTERN IM JANUAR :D

WELCOME TO MELBOURNE



Mittwoch, 4. Januar 2012

HAPPY NEW YEAR... zurück in der Zivilisation

Nach unseren durchfrorenen Nächten in den Blue Mounains kehren wir am 31.21 wieder zurück nach Sydney und finden gleich einen super Stellplatz in einem Außenviertel von Sydney namens Glebe. Wir ruhen uns noch ein Weilchen in unserem Camper aus, ziehen uns dann um und machen uns auf den Weg zur S-Bahn- Station in die Innenstadt. Keine 20min später befinden wir uns Mitten im Getümmel und uns fällt das erste Mal auf wie riesig Sydney doch ist. Wir genießen es mal wieder in einer Großstadt zu sein und bummeln gemütlich durch die Straßen. Bei einem günstigen Steak- Lunch lassen wir es uns schmecken und schaffen eine geeignete Grundlage für die Silvesternacht...Vorsorge ist besser als Nachsorge... ;)

Mehr als gut gesättigt machen wir uns auf die Suche nach einem „Likörland, um uns für die Nacht einzudecken. Auf dem Weg kommen wir an einer Info vorbei und werden erstmal von einem älteren Herren herzlich ausgelacht, als wir um 17 Uhr nach einem geeigneten Platz für das Feuerwerk suchen. Die Anderen campen schon seit morgens im Park, der schon um halb 10 wegen Überfüllung geschlossen wurde. Na, mal sehen welches Plätzchen für uns noch bleibt...

Mit 3 Flaschen Wein, australisch Blicksicher in Papier- und dann Plastiktüten verpackt, machen wir uns trotzdem auf den Weg zum Hafen und hoffen auf ein wenig Glück, das wir tatsächlich haben. Ein nettes Plätzchen mit freier Sicht auf die Harbour Bridge finden wir wirklich noch. Leider haben wir das Opera House nicht im Blick, aber dafür sitzen wir ja auch noch nicht seit 12 Std im Park. ;)

Mit unserem umgefüllten Wein in Plastikwasserflaschen (weder Alkohol noch Glas waren auf dem Gelände erlaubt) warten wir also mit tausenden von kampierenden Leuten vieler unterschiedlicher Nationen auf Neujahr. Dabei unterhalten wir uns sehr nett mit den Leuten um uns herum und hören uns lustige Geschichten an, so vergeht die Zeit doch schneller als gedacht.

Pünktlich um 21 Uhr startet ein kleines Feuerwerk über dem Opera House, Steffi schleicht sich durch die Menge, um ein paar Fotos für uns zu machen. Dann heißt es weiter warten.

Von 20 läuft der Countdown auf einer riesigen Anzeigetafel an der Harbour Bridge herunter.... 3.....2.....1...... mit einem riesigen Knall wird die Harbour Bridge in tausenden von Lichtern erhellt. Es war der absolute WAHNSINN!!! So ein Feuerwerk habe ich noch nie gesehen, einfach atemberaubend. Ein Raunen und Jubel geht immer wieder durch die Menge. Ganz von den glänzenden Funken abgelenkt umarmen Steffi und ich uns irgendwann dann auch mal, um uns ein Frohes Neues Jahr zu wünschen. Fast 15 Minuten sind wir völlig überwältigt.

Die restliche Nacht verbringen wir in einer kleinen Bar am Hafen und unterhalten uns mit einer lustigen Jungstruppe aus Deutschland und einem netten jungen Koch aus Sydney. Wieder einmal kommen wir feuchtfröhlich und sehr günstig aus dem Abend heraus und haben eine Menge zu lachen... :D..nicht immer nur MIT sondern auch ÜBER die verrückten Menschen um uns herum.

Gegen 5 springen wir ins Taxi, kommen ca. 15 min später in unserem Camper an, und fallen in einen komatösen Schlaf. Morgens werden wir um 10 von Familie und Freunden aus Deutschland angerufen und geweckt... habt ihr endlich auch mal Neujahr... ;) Wir klingen total verkatert und lachen über die schweren Zungen und lustigen Versprecher auf der anderen Seite der Leitung. HAPPY NEW YEAR...
Hiermit wünsche ich auch denen, die ich noch nicht gesprochen habe, ein wunderschönes neues Jahr, voller toller neuer Erfahrungen, liebenden Menschen und vor allem Glück und Gesundheit!

Etwas ausgenüchtert wollen wir uns noch am gleichen Tag auf die Reise nach Melbourne machen. Dort sind wir auch schon mit Ian verabredet, der uns Unterkunft und Sighteseeing schon versprochen hat.

Leider wir die Weiterreise gestoppt. Steffi hatte so schlau auf ihrem Arm geschlafen, dass auch noch nach mehreren Stunden ihre rechte Hand eingeschlafen war. Was eine Nacht. Zitat Steffi: „Ohne Scheiß, wie kann man bitte so schlafen?“ :D Sie hat definitiv Sydney gerockt... :D

Der Stadtplan wird durchforstet und wir machen uns auf den Weg zum Hospital. Dort warten wir erstmal ewig und kommen ins Gespräch mit einem Deutschen mit angeschwollenem Finger und seinem Begleiter, einem ca. 40 jährigen unfassbar witzigen Australier, der unter anderem darüber fachsimpelte wer von den Beiden Invaliden wohl eher eine Amputation bräuchte...Wir kommen aus dem Lachen gar nicht mehr heraus... oder um es mit unseren Worten zu sagen: „Der Typ war einfach GROSSARTIG!“
Als Steffi endlich aus dem Behandlungszimmer kommt ist die Diagnose gestellt. „Das geht schon von alleine weg.“ Gut, dass das ganze 115$ kostete und, dass die Wundertabletten zur schnelleren Heilung Ibuprofen waren. Wir lachen uns kaputt und fragen uns warum wir nicht auch Ärzte in Sydney werden... ;)

Dann geht es nach einem Katerfrühstück bei Mc Donalds weiter auf die Reise. Wir landen am späten Nachmittag auf einem Campingplatz am A... der Welt, um dort unser Nachtlager aufzuschlagen... Ulladulla. Der Name sagt wohl einiges. Kein Internet, keine Handyverbindung. Premium ist allerdings, dass er einen kostenlosen Spa- Bereich hat. So genießen wir den Abend im Whirlpool und in der Sauna. Einfach nur geil!

Am nächsten Morgen geht es dann gleich weiter nach Mallacoota, Empfehlung des Lonely Planet. Vorgestern noch über die Kälte gejammert antwortet Australien sofort. Unfassbar heiß ist es auf einmal in Australien und wir werden von der Sonne gegrillt. Selbst unser Wassertank im Camper wird so heiß, dass wir uns beim Händewaschen die Finger verbrennen.

Wir kommen am späten Nachmittag an und bekommen einen schattigen Platz auf einem riesigen Campingplatz zugeteilt. Wieder einmal überraschenderweise weder Internet noch das Handy zu gebrauchen. Scheiße wo sind wir nur unterwegs? :D Müssen die Neujahrgrüße und Telefonate als nochmal warten. Wir packen unsere Taschen und machen uns auf den Weg zum Wasser. Mallacoota wird durch mehrere Salzwasserseen gesäumt, die vom offenen Meer ins Inland gespült werden.
Als wir zum Sand runterkrakseln sind wir allerdings ziemlich enttäuscht. Es stinkt unfassbar fies nach abgestandenem Meerwasser und totem Fisch. Hier möchten wir nicht baden. Da wir schonmal da sind, legen wir uns an eine gemütliche kleine Bucht und ignorieren einfach mal den Geruch. Im Schatten bei leichtem Wind lässt es sich hier doch ganz gut aushalten.
Den Abend lassen wir bei einer netten Kniffelrunde und lustigen Gesprächen ausklingen.

Mal wieder klingelt um 9 Uhr der Wecker. Wie immer, auschecken um 10. Wir hüpfen noch schnell unter die Dusche genießen ein kurzes Frühstück und machen uns weiter auf unsere Reise nach Melbourne, noch 650 km liegen vor uns. Kurz loggen wir uns nochmal kurz im Rezeptions-PC ins Internet ein, um den lieben Eltern nochmal mitzuteilen, dass wir mal wieder nicht zu erreichen sind... Steffis Eltern warten immer noch auf Nachricht nach dem Krankenhausbesuch...musste die Hand vielleicht doch abgesägt werden...?:D... wir fühlen uns wie im Mittelalter.

Nach vielen Stunden und wieder unfassbar vielen Kilometern durch wunderschöne Landschaften ohne jegliche Zivilisation, hunderter toter Kängurus und Wombats am Straßenrand (einmal sehen wir sogar einen Waran, der an einem Kängurukadaver nascht :D... super fies) erreichen wir gegen 17 Uhr unser nächstes Ziel. Unser Camper ist mittlerweile ein Insekten- und Schmetterlingsfriedhof. Es ist so unfassbar heiß, dass wir das erste mal unsere Klimanlage nutzen mussten.
Angekommen am „90 Mile Beach“, ein endloser wunderschöner heller Sandstrand. Nach einem entspannten Strandspaziergang im strahlenden Sonnenschein mit leichter Meeresbrise, mit Muschelsuche und einem Päuschen im Sand, springen wir wieder in den Camper und suchen uns einen Platz für die Nacht.

Gestern standen wir auf einem kleinen Campingplatz Mitten im Nirgendwo. Und wie schon erwartet... kein Handyempfang, kein Internet. Warme Duschen und Toiletten sind ja auch was feines... :D

Gerade befinden wir uns auf Phillip Island, auf der wir eigentlich Robben und Pinguine gucken wollten. Aber für das Geld und die Massenveranstaltung von über 150 Leuten gehen wir lieber mal wieder in Deutschland in einen schönen Zoo.

Jetzt heißt es das letzte Mal ab ans Steuer Richtung Melbourne, die letzten 100km hinter uns bringen. Mal sehen was uns dort erwartet...

Die Bilder der letzten Tage folgen sofort, wenn wir in Melbourne sind und das Internet wieder so ist wie es sein sollte. ;)